Über uns

BewusstDigital entstand aus der Überzeugung, dass digitale Geräte uns unterstützen, nicht kontrollieren sollten.

Wir begleiten Kinder und Erwachsene dabei, digitale Medien sinnvoll einzusetzen: zur richtigen Zeit, mit passenden Inhalten und in einem Mass, das gut tut – statt zu überfordern.

Wir – Maria und Cyrill – sind seit über 17 Jahren befreundet. Cyrill hat zwar deutlich mehr PC-Gamezeit auf dem Buckel als Maria, konnte den Computer aber immer abstellen und das Handy weglegen, wenn er etwas anderes tun wollte. Maria hatte zwar auch ein paar Game-Phasen, war aber meist analoger unterwegs als Cyrill – an Hobbys mangelte es nie.

Bis Instagram kam.

Anfangs verstand sie nicht, warum sich jemand diese beliebigen Kurzvideos anschaut. Der Algorithmus hatte offenbar ihren Geschmack noch nicht gefunden. Doch irgendwann kam ein todwitziges Hundevideo, dann ein herzzerreissendes aus dem Tierheim, dann ein leckeres Rezeptvideo – und plötzlich war sie auch in der Scroll-Schleife.

Eigentlich wollte sie nähen. Oder joggen. Oder Yoga machen. Stattdessen wurde es „nur kurz“ Instagram. Dann eine halbe Stunde. Dann der Gedanke: „Jetzt lohnt es sich auch nicht mehr, noch was anzufangen.“ Und zwischendurch immer wieder dieselbe Frage: „Wie kann es sein, dass ich schon wieder 30 Minuten dran war, obwohl ich mir doch nur fünf vorgenommen hatte?“

Das Problem war nicht, dass sie nicht wusste, wie sie das Handy weglegen kann. Das Problem war auch nicht technischer Natur – sie wusste, wie man Apps löscht, wie man sich Timer setzt, URLs blockiert oder Bildschirmzeit-reduzierende Tools nutzt.

Das Problem war – und ist – dass wir versuchen, mit Willenskraft gegen Systeme anzukommen, die genau dafür gebaut sind, uns möglichst lange bei der Stange zu halten. Und irgendwann war klar: Wenn selbst wir uns hier ständig austricksen, dann liegt das Problem nicht bei einzelnen Personen. Und so kam Cyrill die Idee für BewusstDigital.

Wir fragten uns: Wenn es für uns schon so schwer ist, wie soll das erst für Kinder oder weniger technisch affine Menschen sein? Technische Möglichkeiten, Geräte einzuschränken, gibt es längst. Aber wie behält man dabei den Überblick? Und wie verhindert man, dass man sich selbst immer wieder austrickst, ausgetrickst wird und doch in jede Bildschirmfalle oder jeden Enkeltrick tappt?

Also gruben wir uns in die Forschung ein, testeten technische Lösungen, verglichen Ansätze und entwickelten zusätzlich eine Hobbyberatung, um dem digitalen Konsum echte, analoge Alternativen gegenüberzustellen.

Heute unterstützen wir unsere Kundinnen und Kunden dabei, bewusst zu entscheiden, wie präsent digitale Medien in ihrem Alltag sein sollen, und geben ihnen die Werkzeuge an die Hand, um Technik sinnvoll zu nutzen und zugleich Alternativen zu finden, die sie langfristig erfüllen.

"Apps konkurrieren um Aufmerksamkeit – wir entscheiden, welchen Inhalten wir sie geben."

Dr. Maria Kliesch

Dr. Maria Kliesch

- Gründerin / Beraterin

Ich wollte ursprünglich Sprachlehrerin werden. Im Studium und anschliessendem Doktorat verlagerte sich mein Interesse jedoch zunehmend vom Sprachenlernen auf das Gehirn, seine Anpassungsfähigkeit und den Einfluss äusserer Reize.

Parallel dazu nahm meine Bildschirmzeit zu: erst Tomb Raider, dann Programmieren, heute Arbeit in der Datenanalyse. Ich arbeite gern am Computer und mit Technologie. Gerade dadurch wurde mir bewusst, wie selten Aufmerksamkeit wirklich bei uns selbst bleibt. Digitale Angebote lenken, strukturieren und priorisieren für uns. Das ist bequem, reduziert aber den Raum für bewusste Entscheidungen. War diese Webseite mein Ziel – oder bin ich hierhin geführt worden?

Gleichzeitig erlebe ich immer wieder, wie gut mir Tätigkeiten ausserhalb des Bildschirms tun – solche, bei denen Aufmerksamkeit zur Ruhe kommt: Nähen, Stricken, Yoga, Wandern, Tanzen, Tauchen oder Mantrailing mit meinem Hund. Nicht mit dem Anspruch, alles zu können, sondern aus Neugier und dem Wunsch, Lebensinhalte aktiv zu gestalten.

Aus diesen Erfahrungen entstand die Idee der Hobbyberatung als Ergänzung zur digitalen Welt. Sie soll helfen, Aufmerksamkeit wieder bewusster zu lenken – auf das, was man tun möchte, und nicht nur auf das, was sich anbietet.

"Apps konkurrieren um Aufmerksamkeit – wir entscheiden, welchen Inhalten wir sie geben."

"Digitale Werkzeuge sollten uns dienen, nicht umgekehrt."

Cyrill Frei

Cyrill Frei

- Gründer / Berater

Ich finde Bildschirme grossartig. Sie verbinden Menschen, die sich nicht physisch nahe sein können, und öffnen Welten, die sonst verborgen bleiben – vom Video-Call mit der Grossmutter bis zum Eintauchen in Fantasiewelten wie Middle-earth, Azeroth (World of Warcraft) oder Nauvis (Factorio).

Gleichzeitig bergen dieselben Bildschirme Risiken: endloses Scrollen, ungewollte Inhalte und Betrügereien aller Art.

In BewusstDigital sehe ich die Möglichkeit, mehr Menschen zu einem positiven, bewussten und selbstbestimmten Umgang mit der digitalen Welt zu verhelfen – weg vom reinen Konsum, hin zu mehr Kontrolle, Klarheit und Eigenverantwortung.

Meine technischen Kenntnisse und Fähigkeiten basieren auf meiner Ausbildung in Elektrotechnik und Informatik an der ETH sowie auf meiner beruflichen Tätigkeit als CTO in zwei Technologieunternehmen.

Neben Ausflügen in digitale Fantasiewelten darf auch die analoge Welt nicht zu kurz kommen. Zeit in der Natur – bevorzugt zu Fuss oder auf dem Mountainbike – und das Fotografieren mit (zu) schwerer Kameraausrüstung bieten mir genau jene Mischung aus Anstrengung und Erholung, die ich schätze.

"Digitale Werkzeuge sollten uns dienen, nicht umgekehrt."